Radikaler Nationalismus – Analysen zum Zeitgeschehen

 

Die Gruppen gegen Kapital und Nation beschäftigen sich gerade schwerpunktmäßig mit der AfD und ähnlichen radikalen Nationalist*innen sowie mit den Reaktionen auf den Rechtsruck. Manche Texte sind längere Analysen, manche kürzer, teils gibt es Buchrezensionen. Auf dieser Seite werden fortlaufend Texte (und ab Februar 2021 einige Audioformate) erscheinen. Weiter unten gibt es Verweise auf ältere Texte von uns, die verwandte Themen verhandeln.

Aktuelle Texte:

Über das Lob für Theodor W. Adornos „Aspekte des neuen Rechtsradikalismus“

Im Sommer 2019 wird ein Vortrag von Adorno von 1967 erstmals verlegt und findet großen Anklang. Eine Neuauflage nach der anderen muss gedruckt werden, das Buch ist auf vielen Sachbuch-Bestsellerlisten auf Platz eins und in diversen Zeitungen wird es (überwiegend positiv) rezensiert. Anlass des Vortrags war der Einzug der NPD in mehrere Landesparlamente und die Rezensenten finden an seinen vorgetragenen Aspekten vieles wieder, was in Zeiten des Aufstiegs der AfD los ist. In diesem Text besprechen wir das Lob aus dem deutschen Zeitungswald.

 

Bei der Polizei und der Bundeswehr wird es umtriebig: vom gesellschaftlichen Vorbild, über den nestbeschmutzenden Einzelfall, zur Operation „Eiserner Besen“

Über den Umgang mit rechtsradikalen Aktivitäten in den Sicherheitsorganen und eine Erklärung, warum sich dort der radikale Nationalismus so heimisch fühlt.

 

„Die Querfront alternativer Fakten“

Über Corona-Protest, Verschwörungsdenken und deren demokratische Grundlage. Hier geht es nicht um rechtsradikales Denken im engeren Sinne, sondern um eine Protestbewegung der eigenen Art, die von links und rechts nichts wissen will. Erklärungen, warum Rechtsradikale sich hier gut anschließen können, enthält der 13-seitige Text aber allemal.

 

„Rechte Bedrohungsallianzen“ von Wilhelm Heitmeyer, Manuela Freiheit und Peter Sitzer. Berlin 2020. - Eine Buchrezension

Im Buch „Rechte Bedrohungsallianzen“ versucht W. Heitmeyer, die Wurzeln des Rechtsterrorismus auf tiefere Ursachen in der Gesellschaft zurückzuführen. Das misslingt, weil von vornherein das Interesse am Funktionieren der Demokratie seine ganze Untersuchung beeinträchtigt. Eine Buchbesprechung von GKN.

 

Falsche Kritik zur rechten Zeit - Wenn Patriot*innen die AfD kritisieren

Demokrat*innen können rechtsradikale Standpunkte nicht kritisieren, weil sie zu viele gemeinsame Standpunkte haben. Die Kritik von Demokrat*innen geht an der AfD vorbei, und in manchen Fällen befeuert sie den Standpunkt der AfD sogar. Das zeigt der Text auf 22 Seiten anhand von Parteien und Bündnissen, die sich gegen die AfD stellen. Der Text ist als Broschüre zu bestellen und als PDF vorhanden. In dem PDF sind weitere Texte enthalten.

 

Das Bemühen der Volksparteien um die Einheit mit dem Volk

Dieser Text beschäftigt sich mit der besonderen Art und Weise, wie die Volksparteien CDU und SPD auf den Wahlerfolg der AfD reagieren. Wir empfehlen, ihn als Bonus-Track zum längeren Text „Falsche Kritik zur rechten Zeit“ zu lesen. Er ist in der Broschüre auf den Seiten 25-29 zu finden.

 

Von Schland nach Gauland - Das Krisenprogramm der AfD und seine demokratische Grundlage

Die Positionen der AfD und ihrer Geistesgeschwister zu vielen Sachen sind mittlerweile eigentlich allen klar: Geflüchtete nicht reinlassen oder rücksichtslos abschieben, Feindschaft gegen den Islam und Muslime, Feindschaft gegen den Feminismus, Energiewende umkehren, mehr Law & Order, Euro abschaffen usw. Was diese Programmpunkte aber im Kern verbindet, das ist vielen Leuten überhaupt nicht klar. Der Text (22 Seiten) ist ein systematischer Durchgang der Schwerpunktthemen der AfD und ein Schluss auf den Kern der radikal gewordenen Staatsbürger*innen. Welche Übergänge finden bei ihnen statt oder wie werden aus Demokrat*innen Kämpfer*innen gegen die etablierte Ordnung? Der Text ist als Broschüre zu bestellen und als PDF vorhanden. In dem PDF sind weitere Texte enthalten.

 

Blut, Sprache, Kultur, Geschichte, Werte – was für eine Gemeinschaft?!

Patriot*innen begründen ihre Gemeinschaft mit unterschiedlichen Argumentationen. Blut, Sprache, Kultur, Geschichte, Werte brauchen für die Anhänger*innen einer nationalen Identität aber in der Regel nicht ausdiskutiert werden, weil sie nur ein Platzhalter für ein politisches Programm sind. Dennoch scheint die Bebilderung des 'Wirs' – durch was auch immer – irgendwie wichtig zu sein. . Im Text wird knapp auf diese gängigen Begründungen des 'Wirs' eingegangen werden, um daran auf eine Gemeinsamkeit hinzuweisen: Alle Begründungen postulieren eine Gemeinschaft, aus der selbstverständlich eine Parteilichkeit für diese erwachsen würde, ohne dass dabei Nachdenken und Überprüfen eine Rolle spielt. Der Text ist ebenfalls in der Broschüre „Von Schland nach Gauland“ enthalten (S. 28-31).

 

Pro und Contra EU - Nichts als Nationalismus

Ein kurzer Text über die Gemeinsamkeiten und die Besonderheiten der deutschen Staatsräson und dem Programm der AfD bezüglich der Europäischen Union.

 

Ältere Texte mit Bezug auf den Themenschwerpunkt radikaler Nationalismus – chronologisch geordnet

Trumps „America First“ in der Handelspolitik (2017)

Eine 9-seitige Erklärung des amerikanischen radikalen Nationalismus in Fragen der internationalen Wirtschaftspolitik. Zwar ist der Text aus der Anfangszeit der Trumpschen Amtszeit, erklärt aber rückblickend betrachtet die Praxis seiner Amtszeit ganz gut. Zwar ist Trump jetzt nicht mehr an der Macht, für die kommende Zeit ist die Trumpsche Politik als Ausgangspunkt bleibend relevant.

 

An der Sache vorbei: Linke Kritik an Trumps Handelspolitik (2017)

Der kurze Artikel setzt sich mit einer falschen Kritik an „America first“ auseinander, nach der Trumps Außenhandelspolitik anders als die bisherige US-amerikanische Strategie das Vorankommen nurmehr des nationalen Kapitals im Blick habe. Das trifft die Sache nicht.

 

Rassismus damals, Rassismus zwischendurch, Rassismus heute (2016)

Eine Analyse eines Bundesverfassungsgerichtsurteils von 2016, das auf den demokratischen Rassismus (1956) und den nationalsozialistischen Rassismus zurückblickt.

 

Der Hass auf Homosexuelle (2014)

Der längere Artikel gibt einen Überblick über die Formen und Gründe der Ablehnung homosexueller Handlungen in unterschiedlichen Gesellschaften. Dabei wird erläutert, warum Homosexuelle eine zentrale Zielscheibe des radikalen Nationalismus sind.

 

Antimuslimischer Kulturrasissismus anhand von Sarrazin (2012)

Ein kürzerer Artikel in der Zeitung „Nehmt DAS“ (S. 10-14). Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Buch „Deutschland schafft sich ab“ von Thilo Sarrazin. Der Sozialdemokrat (2020 ausgeschlossen, aber Sarrazin kämpft juristisch darum Sozialdemokrat bleiben zu dürfen) vertritt in dem Buch Positionen, die sich von der AfD nicht unterscheiden. Wie geht die Argumentation, welche Fehler macht er und welchen Kritiken, die sonst in der Öffentlichkeit gegen ihn vorgebracht wurden, sollte man sich besser nicht anschließen?

 

Breivik - „Grausam, aber notwendig.“ - Ein Kreuzritter mit Maschinengewehr (2012)

Ende Juli 2011 wird der Osloer Regierungsbezirk zu Teilen in die Luft gejagt und am selben Tag das Jugendcamp der norwegischen Sozialdemokratie angegriffen. Insgesamt werden 76 Menschen regelrecht hingerichtet. Der Massenmord ist von einem jungen Norweger (A.Breivik) begangen worden. Die Öffentlichkeit hatte damit eine schwer verdauliche Kost zu schlucken: Der Feind kommt aus dem Inneren, es ist einer „aus den eigenen Reihen“. Wie kann das angehen? Das wird in dem 8-seitigen Artikel erklärt.